Barrierefrei werden! Im Museum kann das bedeuten, die Schrift der Wandtexte zu vergrößern – worüber sich ein Großteil der Besucher freuen dürfte. Es kann auch bedeuten, dass man Rampen anlegt – was Menschen mit Rollstuhl genauso wie buggyschiebenden Eltern zugute kommt. Es geht darum, die Zugänglichkeit zu verbessern.

Mehr Barrierefreiheit ermöglichen auch Audiodeskriptionen (AD220px-Audiodeskriptio.svg von soundgarden. Sie richten sich vor allem an blinde und sehbehinderte Menschen und werden auf Audioguides angeboten. In Museen beschreiben Audiodeskriptionen die Ausstellungsstücke, aber auch Raumeindrücke und Inszenierungen der Ausstellungsmacher –  kurzum alles, was ansonsten nur visuell wahrnehmbar ist. Natürlich geben sie auch Hinweise darüber, welche Objekte angefasst und tastend erschlossen werden können. In Kombination mit unseren Magnetfeldzonen können die Texte auch automatisch ausgelöst werden, sobald man sich einem Objekt nähert.

Mit Dagmar Brand von der Untertitel-Werkstatt Münster Clipboard01haben wir unsere Traumbesetzung gefunden, was das Schreiben von Audiodeskriptionen für Museumsguides betrifft: Sie ist Historikerin, steht als Stadtführerin in ständigem Austausch mit kulturinteressierten Touristen, spricht seit Jahren für die Blindenhörbücherei  und hat zahllose Film-Audiodeskriptionen verfasst. Nach „Leben in der Dunkelheit“ im Naturkundemuseum Münster schreibt sie aktuell die Audiodeskription zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel. Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

 

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